Stellungnahme zu der von der ÖVP geplanten Ausweitung des Kopftuchverbots an österreichischen Schulen
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Nachdem am 15.05.2019 der österreichische Nationalrat ein Kopftuchverbot an Volksschulen beschloss, plant die ÖVP nun eine Ausdehnung des Verbots auf die Unterstufe. Damit wäre es Schülerinnen bis zum 14. Lebensjahr untersagt, mit einem Kopftuch am Unterrichtsgeschehen teilzunehmen. Ex-Kultusminister Gernot Blümel (ÖVP) verwies auf die Religionsmündigkeit, die erst im 14. Lebensjahr einsetze und sprach von einer sensiblen Phase zwischen 10 und 14 Jahren, in der es die Mädchen zu schützen gelte. Ebenso sollen Lehrerinnen künftig nicht mit der islamischen Kopfbedeckung ihrer Tätigkeit nachgehen dürfen: „Sie untergraben implizit die Neutralität des Staates und propagieren ein Gesellschaftssystem, in dem die Frau nicht dieselbe Stellung hat wie in unserer westlich, aufgeklärten Gesellschaft.“ Lehrerinnen mit Kopftuch hätten das Potenzial die Schüler „politisch zu beeinflussen, deshalb setzen wir uns dafür ein, dass in der Schule ein moderner und westlicher Islam gelehrt wird“, so Blümel.



