Media Office
Zentrales Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir
| H. 2 Rajab 1447 | No: 1447AH/039 |
| M. Sonntag, 04 Januar 2026 |
Presseverlautbarung
Das Hijab-Verbot an österreichischen Schulen ist reine Islamfeindlichkeit getarnt als Diskussion über die Rechte von Mädchen
(Übersetzung)
Am 11. Dezember verabschiedete das österreichische Unterhaus des Parlaments ein Gesetz, dass das Tragen eines Kopftuchs, welches „den Kopf gemäß islamischer Traditionen bedeckt“, an allen Schulen für Mädchen unter 14 Jahren verbietet. Es wurde mit großer Mehrheit verabschiedet und sowohl von konservativen als auch von liberalen Parteien unterstützt. Die Nichteinhaltung des Gesetzes würde dazu führen, dass das Mädchen an das Jugendamt verwiesen wird und die Eltern mit einer Geldstrafe zwischen 150 und 800 Euro (175 bis 930 Dollar) belangt werden. Die Regierung argumentierte, dass das neue Gesetz ein „klares Bekenntnis zur Gleichstellung der Geschlechter“ darstelle und darauf abziele, Mädchen zu stärken und sie „vor Unterdrückung“ zu schützen. Yannick Shetty, Fraktionsvorsitzender der liberalen NEOS, erklärte, dass das Kopftuch Mädchen „sexualisiere“, da es dazu diene „Mädchen vor den Blicken der Männer zu schützen“, und dass das Verbot „eine Maßnahme zum Schutz der Freiheit von Mädchen“ sei. Laut Angaben der Regierung betrifft das neue Gesetz etwa 20 000 Mädchen und tritt am 1. Februar 2026 in Kraft. Die Mädchen und ihre Familien werden über die Umsetzung des Gesetzes und das Verbot des Tragens des Hijabs, informiert. Ab September 2026 wird der Staat dann mit der Verhängung von Geldstrafen beginnen. Dieses Hijab-Verbot in Schulen hat absolut nichts mit dem Schutz von Mädchen zu tun, sondern dient ausschließlich dazu, die antimuslimische und ausländerfeindliche Stimmung in der österreichischen Gesellschaft zu bedienen, um die Wahlunterstützung islamfeindlicher Kreise in der Bevölkerung zu sichern. Es handelt sich um reine Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie, verpackt in Diskussionen über Geschlechtergleichheit und Mädchenrechte. Darüber hinaus benutzt die Regierung muslimische Mädchen als Mittel, um die Wut der Öffentlichkeit über die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes abzulenken, welches sich seit 2023 in einer Rezession befindet.
Es ist absurd, dass österreichische Politiker den Hijab als Unterdrückung von Mädchen bezeichnen und gleichzeitig ein Gesetz erlassen, das muslimischen Mädchen verbietet, sich gemäß ihren religiösen Überzeugungen zu kleiden, sie aufgrund ihres Glaubens weiter stigmatisiert und marginalisiert und zu den Vorurteilen und dem Rassismus beiträgt, denen sie ausgesetzt sind. Das ist das wahre Gesicht der Unterdrückung! Solche Verbote entlarven auch die reine Farce und Heuchelei der sogenannten „Freiheiten”, für die säkulare liberale Staaten wie Österreich, Frankreich, Belgien, Dänemark, die Schweiz und andere, die Hijab- oder Niqab-Verbote durchsetzen, eintreten und die sie angeblich für muslimische Mädchen und Frauen sichern wollen. Solche Freiheiten werden eindeutig nur denen gewährt, die sich an die säkulare Linie halten, und nicht denen, die sich gemäß ihrem islamischen Glauben kleiden möchten! Darüber hinaus ist es lächerlich, dass österreichische und andere säkulare Politiker argumentieren, der Hijab sexualisiere Mädchen, während die Unterhaltungs-, Musik-, Mode- und Schönheitsindustrie in ihren Staaten Teenager-Mädchen und Frauen systematisch und schamlos sexualisiert und damit Profit schlägt.
Dieses Verbot zeigt auch das wahre Gesicht der Gleichstellung der Geschlechter – das sich eindeutig nicht auf muslimische Mädchen und Frauen bezieht, die über ihre eigenen religiösen Überzeugungen entscheiden, sondern vielmehr darauf abzielt, ihnen den säkularen liberalen Lebensstil und die entsprechenden Überzeugungen aufzuzwingen und sie zu zwingen, ihre islamischen Überzeugungen aufzugeben! Darüber hinaus behaupten österreichische Politiker fälschlicherweise, sie wollten muslimische Mädchen stärken. Dabei fragen sie diejenigen, die den Hijab tragen, nicht einmal, warum sie diese Kleidung tragen. Würden sie dies tun, würden sie verstehen, dass die islamische Kleiderordnung Teil eines umfassenden sozialen Systems ist, das darauf abzielt, die Beziehungen zwischen Männern und Frauen zu regeln, um ein gesundes Zusammenleben zwischen den Geschlechtern innerhalb der Gesellschaft zu erreichen und Würde und Respekt für alle zu gewährleisten.
Als Muslime sollte uns all dies eindringlich daran erinnern, wie fehlerhaft und unberechenbar das säkulare System ist. Es steht in völligem Widerspruch zum Islam und kann Einzelpersonen nach Belieben das Recht nehmen ihren islamischen Glauben auszuleben. Wir fordern muslimische Mädchen und alle Muslime in Österreich auf, ungeachtet der unterdrückerischen und einschüchternden Taktiken der Regierung, die sie von ihrem Glauben abbringen sollen, standhaft an ihrem islamischen Glauben festzuhalten und sich an die Belohnungen zu erinnern, die Allah (swt) denen verspricht, die trotz Ungerechtigkeiten ihren islamischen Pflichten treu bleiben. Allah (swt) sagt: ﴿إِنَّ الَّذِينَ قَالُوا رَبُّنَا اللَّهُ ثُمَّ اسْتَقَامُوا تَتَنَزَّلُ عَلَيْهِمُ الْمَلَائِكَةُ أَلَّا تَخَافُوا وَلَا تَحْزَنُوا وَأَبْشِرُوا بِالْجَنَّةِ الَّتِي كُنتُمْ تُوعَدُونَ﴾„Gewiss, diejenigen, die sagen: "Unser Herr ist Allah", und sich hierauf recht verhalten, auf sie kommen die Engel herab: "Fürchtet euch nicht, seid nicht traurig, und vernehmt die frohe Botschaft vom (Paradies)garten´, der euch stets versprochen wurde.“ [Fussilat: 30].“
| المكتب الإعلامي لحزب التحرير Zentrales Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir |
عنوان المراسلة و عنوان الزيارة Al-Mazraa P.O. Box. 14-5010 Beirut- Lebanon تلفون: +961 71 72 4043 www.hizbuttahrir.today |
فاكس: +961 13 07 594 E-Mail: ws-cmo@hizbuttahrir.today |



