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بسم الله الرحمن الرحيم

 

Im Namen Allahs des Allerbarmers des Barmherzigen

Nachricht und Kommentar

Wachsende Islamfeindlichkeit im Westen – Frankreich als Fallbeispiel

Nachricht:

Verbot von Kopftuch und Ramadan-Fasten für Minderjährige in Frankreich […] Ein neuer Gesetzesentwurf gegen den politischen Islam.(Euronews Arabic, 28.11.2025)

Kommentar:

Im Rahmen einer Kampagne, in der islamfeindliche Kräfte in Frankreich einen regelrechten Feldzug gegen den Islam führen, veröffentlichte die Zeitung Le Figaro einen Bericht mit dem Titel: „Der politische Islam: Ein Hindernis für unseren nationalen Zusammenhalt“. Die Senatorin Jacqueline Eustache-Brinio erklärte darin, es handle sich um eine Ideologie, die darauf abziele, die französische Gesellschaft nach streng religiösen Maßstäben umzugestalten – ein langfristiges separatistisches Projekt. Zudem veröffentlichte eine Gruppe der Partei Les Républicains einen Bericht mit 17 Empfehlungen zur Bekämpfung des sogenannten „politischen Islam“.

Unter irreführenden Schlagzeilen wie „Schutz der Kindheit vor gesellschaftlichem oder familiärem Druck“ nimmt sich der Bericht insbesondere Jugendliche unter 16 Jahren vor. Der Gesetzesentwurf sieht demnach vor, Minderjährigen in diesem Alter das Fasten im Ramadan zu untersagen sowie Mädchen unter 16 Jahren das Tragen des Kopftuchs zu verbieten – unter dem Vorwand, Minderjährige schützen zu wollen.

Wo waren jene, die jetzt lautstark den Schutz der Kindheit fordern, als das zionistische Gebilde das Blut von Kindern in Gaza vergoss und Häuser über ihren Köpfen zerstörte? Wo waren ihre angeblichen Gefühle, als sie sahen, wie diese Kinder vor Hunger starben? Was sie zu ihrem jetzigen Verhalten treibt, ist ihre ausgeprägte Feindseligkeit gegenüber dem Islam und den Muslimen sowie ihre Angst davor, dass sich der Islam in ihren Ländern weiter ausbreitet und seine Stimme dominierend wird. Sie hegen die Sorge, dass Jugendliche in Frankreich sich an muslimischen Jugendlichen orientieren könnten und dass die islamische Kultur vorherrschend wird, was sie letztlich dazu bewegen könnte, zum Islam überzutreten – einer Religion der Keuschheit, der Barmherzigkeit und der inneren Ruhe.

Diese Sorge ist in Frankreich wie auch in anderen europäischen Ländern nicht neu. Seit Langem wird dort die Auffassung vertreten, dass Migration nach Europa zu tiefgreifenden kulturellen und demografischen Veränderungen führen könne. Vor diesem Hintergrund sind entsprechende politische Stellungnahmen und Debatten zu verstehen – nicht nur in Frankreich, sondern in mehreren europäischen Staaten, wo ähnliche Befürchtungen geäußert werden und man versucht, deren Auswirkungen zu begrenzen.

Was war ihre eigentliche Intention, als sie jungen Muslimen die Möglichkeit boten, dorthin zu reisen, um zu studieren und zu arbeiten? Waren sie nicht auf der Suche nach jungen Arbeitskräften, um einen Mangel in trägen, überalterten Gesellschaften auszugleichen, die nichts anderes kennen, außer das Prinzip Nutzen, und die ihre Lösung in jungen Muslimen sahen, denen man häufig Ehrlichkeit, Fleiß und Einsatzbereitschaft zuschreibt? Die europäischen Staaten im Allgemeinen – nicht nur Frankreich – sind kapitalistisch und nutzenorientiert. Bestimmte Tätigkeiten werden von ihren Völkern abgelehnt wer als unter der eigenen Würde betrachtet. Dadurch mangelt es an jungen Arbeitskräften, und im Laufe der Zeit hat sich eine Situation entwickelt, die durch demografische Alterung und einen Rückgang im Arbeitskräftepotenzial gekennzeichnet ist.

O Muslime in Frankreich und in ganz Europa: Wenn die Lage einen Punkt erreicht hat, an dem ihr wachsendem Druck und gesetzlichen Einschränkungen ausgesetzt seid – bis hin zu Maßnahmen, die euch daran hindern sollen, eure Kinder im Sinne eures Glaubens zu erziehen und islamische Vorschriften zu praktizieren –, warum bleibt ihr dann in diesen Ländern? Wäre es unter solchen Umständen nicht besser, in die eigenen Herkunftsländer und zu den Familien zurückzukehren, wo größerer Schutz für euch und eure Kinder bestünde, bevor ihr sie verliert und sie in ein Alter kommen, in der ihrer islamischen Erziehung Priorität gegeben werden muss? Ja, bei Allah, es ist eure Pflicht, wenn euch die Möglichkeiten entzogen werden sollten. Richtet daher euer Streben auf Allah aus – nicht auf das Erlangen von Bildungs- oder wirtschaftlichen Chancen. Denn Versorgung und Erfolg kommen allein von Ihm, dem Erhabenen. Es gibt keinen Gott außer Ihm; auf Ihn sollt ihr vertrauen und zu Ihm sollt ihr in Reue zurückkehren.

Geschrieben für das zentrale Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir
Radia Abdullah
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