Media Office
Sudan
| H. 4 Ramadan 1447 | No: HTS1447/97 |
| M. Samstag, 21 Februar 2026 |
Der Prozess gegen die Mitglieder von Hizb-ut-Tahrir in Al-Obeid ist eine Fortführung des Krieges gegen den Islam
(Übersetzt)
Alles Lob gebührt Allah (t), dem Herrn der Welten. Frieden und Segen seien auf dem Gesandten Allahs, der als Barmherzigkeit für die Welten gesandt wurde, dem Anführer der Rechtschaffenen und dem Befehlshaber der Strahlenden, unserem Geliebten Muḥammad (s), sowie auf seiner Familie, seinen Gefährten und all jenen, die ihn unterstützen.
Ihr Muslime! Ihr edlen Brüder hier im Saal und all jene, die diese Konferenz über die Live-Übertragung verfolgen: Der Friede, die Barmherzigkeit und der Segen Allahs (t) seien mit euch. Möge Allah (t) unser und euer Fasten, die nächtlichen Gebete und die rechtschaffenen Taten annehmen.
Wir treten heute auf dieser Konferenz vor euch, während edle Brüder von uns seit fast einem Monat in der Stadt Al-Obeid inhaftiert sind. Sie blicken einem ungerechten und tyrannischen Prozess entgegen, welcher am Sonntag, dem 22. Februar 2026 abgehalten wird. Dies einzig und allein deshalb, weil sie einer gewaltigen Pflicht nachgekommen sind, die auf den Schultern aller Muslime lastet: der Forderung nach der vollumfänglichen Implementierung des Islam unter dem Banner des Kalifats.
Seitdem der Staat des Kalifats vor 105 Mondjahren zerstört wurde, hat sich die Gangart im Krieg gegen den Islam durch die ungläubigen Kolonialisten stetig verschärft. Sie zerstückelten die islamischen Länder in schwache, künstliche Kleinstaaten, deren einzige Mission es ist, den kolonialen Plänen zu dienen, und deren Funktion darin besteht, die Einheit der Umma auf dem Fundament des gewaltigen Islam zu verhindern. Sie setzten Agentenherrscher an die Macht, die ihre Befehle ausführen; mehr noch, diese Agenten sind selbst zur Speerspitze in ihrem Krieg gegen den Islam und die daʿwa-Träger geworden. Als die Umma zu erwachen begann und den Weg ihrer Wiederbelebung suchte, verfielen die ungläubigen Kolonialisten unter der Führung Amerikas in rasenden Wahnsinn. Sie nutzten die Ereignisse des 11. September 2001 als Vorwand, um einen militärischen, politischen und kulturellen Krieg gegen die islamischen Länder vom Zaun zu brechen, und mobilisierten sämtliche Herrscher der Muslime, welche diese Aufgabe noch eifriger erfüllten, als Amerika es je erwartet hätte.
Der Sudan bildete hierbei keine Ausnahme. Er beteiligte sich an Amerikas Krieg gegen den Islam und brachte ihm Opfer und blinden Gehorsam dar. Die Washington Times berichtete am 16.05.2016 über eine Aussage des Geschäftsträgers der sudanesischen Mission in Washington, Muawiya Othman Khalid, der heute das Amt desStaatssekretärs im sudanesischen Außenministerium bekleidet. Er erklärte: „Der Sudan gilt als enger Partner Amerikas bei der weltweiten Bekämpfung des Terrorismus.“ Schlimmer noch: Der Staat Sudan mobilisierte seinen Sicherheits-, Strafverfolgungs- und Justizapparat, um den amerikanischen Plänen dienlich zu sein. Ich werde hier mit stichhaltigen Beweisen und Belegen darlegen, wie stark die Justiz- und Strafverfolgungsbehörden politisiert wurden - in einem Ausmaß, dass sie selbst ihre eigenen Gesetze und Verordnungen brechen, nur um dem Regime zu dienen. Einem Regime, das im Kern den USA dienen, die unter dem Deckmantel des „Krieges gegen den Terror“ einen Krieg gegen den Islam führt:
1 – Nachdem die šabāb von Hizb-ut-Tahrir in der Stadt Al-Obeid am Freitag, den 27. Raǧab 1447 n. H. (entsprechend dem 16.01.2026 n. Chr.), eine Kundgebung im Innenhof der Großen Moschee abgehalten hatten - bei der Herr Al-Nazir Muhammad Hussein, ein Mitglied von Hizb-ut-Tahrir, die Umma an die Krone der Pflichten, das Kalifat und die Pflicht, für dessen Errichtung zu arbeiten, erinnerte -, verhafteten die Sicherheitsbehörden vier der šabāb von Hizb-ut-Tahrir. Sie wurden am Sonntag, den 18.01.2026, entlassen, woraufhin bösartige Anzeigen nach Artikel 69 des sudanesischen Strafgesetzbuches („Störung des öffentlichen Friedens und der öffentlichen Ordnung“) gegen sie erstattet wurden. Der Anwalt der šabāb reichte einen Antrag auf Kaution oder auf Abweisung der Anzeige ein. An diesem Punkt offenbarte die Staatsanwaltschaft ihr wahres, politisiertes Gesicht und ihre feste Absicht, die šabāb länger in Haft zu behalten. So ordnete sie die Wiederaufnahme der Ermittlungen an und fügte drei neue Artikel hinzu: Die Artikel 63, 67 und 126 des sudanesischen Strafgesetzbuches, die sich auf Gewalt, Aufruhr und takfīr beziehen. Dies belegt eindeutig die böswillige Absicht, Anschuldigungen zu konstruieren, obwohl sie mit absoluter Gewissheit wissen, dass Hizb-ut-Tahrir und ihre šabāb keinerlei Bezug zu Gewalt, Aufruhr oder takfīr haben und von solchen Dingen so weit entfernt sind wie der Osten vom Westen.
Dies ist also die Haltung der Staatsanwaltschaft, die eigentlich neutral und dem Gesetz verpflichtet sein sollte - eine Haltung, die für sie keineswegs ungewöhnlich ist, wie wir aus den vergangenen dürren Jahren wissen; sie unterscheidet sich in nichts vom Sicherheitsapparat des Regimes.
2 – Was die Justiz anbelangt, so war ihr Vorgehen noch weitaus befremdlicher. Der Anwalt der šabāb beantragte beim Richter ihre Freilassung auf Kaution bis zum Termin der Gerichtsverhandlung, der auf Sonntag, den 22.02.2026, festgesetzt war. Der Richter entgegnete, er werde sie nicht auf Kaution freilassen, ehe er nicht am Tag der Verhandlung den Ermittler angehört habe. Hat man jemals von derartigem gehört, es sei denn, die Justiz selbst paktiert mit der Staatsanwaltschaft und den Sicherheitsdiensten, um die jungen Männer so lange wie möglich in Haft zu halten - als Bestrafung noch vor dem eigentlichen Prozess?!
Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass diese korrupte Realität durch nichts anderes beseitigt werden kann als durch den Staat des Islam, das Kalifat. Es allein wird Gerechtigkeit etablieren und jedwede Form der Unterdrückung beseitigen. Unser Kalif wird niemandes Agent sein, und die Strafverfolgungs- sowie Justizbehörden des Kalifats werden niemandes Werkzeuge sein; vielmehr werden sich alle ausnahmslos an die Gesetze des Islam halten.
3 – Der Islam definiert Justiz als Mitteilen des Rechtsspruchs in zwingender Weise. Der Richter bevorzugt niemanden, selbst wenn es sich um den Kalifen der Muslime handeln würde. Die aufeinanderfolgenden Kalifen der Umma - als die Umma noch einen Kalifen und ein Kalifat besaß - lebten dies praktisch vor. So etwa, als der Befehlshaber der Gläubigen, ʿAlī ibn Abī Ṭālib (möge Allah der Erhabene sein Antlitz ehren und Wohlgefallen an ihm haben), wegen eines Schildes im Rechtsstreit mit einem Juden stand. Der Richter sprach das Schild dem Juden zu, obwohl er wusste, dass es dem Befehlshaber der Gläubigen gehörte, schlichtweg weil der Befehlshaber der Gläubigen keine ausreichenden Beweise erbringen konnte.
So waren wir einst, und genau dorthin werden wir – so Allah (t) will – im Schatten des Kalifats zurückkehren, das uns der Allmächtige verheißen hat, Der da sprach:
﴿وَعَدَ اللَّهُ الَّذِينَ آمَنُوا مِنكُمْ وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ لَيَسْتَخْلِفَنَّهُمْ فِي الْأَرْضِ كَمَا اسْتَخْلَفَ الَّذِينَ مِن قَبْلِهِمْ وَلَيُمَكِّنَنَّ لَهُمْ دِينَهُمُ الَّذِي ارْتَضَىٰ لَهُمْ وَلَيُبَدِّلَنَّهُم مِّن بَعْدِ خَوْفِهِمْ أَمْناً يَعْبُدُونَنِي لَا يُشْرِكُونَ بِي شَيْئاً وَمَن كَفَرَ بَعْدَ ذَٰلِكَ فَأُولَٰئِكَ هُمُ الْفَاسِقُونَ﴾*
Allah hat denjenigen von euch, die glauben und rechtschaffene Werke tun, versprochen, daß Er sie ganz gewiß als Statthalter auf der Erde einsetzen wird, so wie Er diejenigen, die vor ihnen waren, als Statthalter einsetzte, daß Er für sie ihrer Religion, der Er für sie zugestimmt hat, ganz gewiß eine feste Stellung verleihen wird, und daß Er ihnen nach ihrer Angst (, in der sie gelebt haben,) statt dessen ganz gewiß Sicherheit gewähren wird. Sie dienen Mir und gesellen Mir nichts bei. Wer aber danach ungläubig ist, jene sind die (wahren) Frevler.(24:55)
Auch hat uns der Prophet (s) dessen Rückkehr auf eine Ära der Gewaltherrschaft folgend prophezeit, dessen letzte Tage wir – so Allah (t) will – gerade miterleben:
«ثُمَّ تَكُونُ مُلْكاً جَبْرِيَّةً فَتَكُونُ مَا شَاءَ اللَّهُ أَنْ تَكُونَ، ثُمَّ يَرْفَعُهَا إِذَا شَاءَ أَنْ يَرْفَعَهَا، ثُمَّ تَكُونُ خِلَافَةً عَلَى مِنْهَاجِ النُّبُوَّةِ. ثُمَّ سَكَتَ»
„Dann wird es eine Gewaltherrschaft geben, und sie wird andauern, solange Allah es will. Dann wird Er sie aufheben, wenn Er sie aufzuheben gedenkt. Sodann wird es ein Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums geben. Dann schwieg er.“ (Musnad Ahmad)
Der Frieden, die Barmherzigkeiten und der Segen Allahs (t) seien mit euch.
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