Dienstag, 07 Safar 1448 | 21/07/2026
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بسم الله الرحمن الرحيم

Im Namen Allahs des Allerbarmers des Barmherzigen

Antwort auf eine Frage

Die aktuelle Lage Irans und die erneuten militärischen Angriffe zwischen Iran und den USA.

Frage:

Nach dem zweiten Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran innerhalb von zwei Tagen […] erklärte die Revolutionsgarde in einer Stellungnahme am Sonntag, dass „die Verletzung der Waffenruhe durch die USA gegen Artikel 1 der am 18. Juni zwischen Donald Trump und Masoud Peseschkian unterzeichneten Absichtserklärung verstößt.“ Trump wiederum drohte mit einer Wiederaufnahme des Krieges. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social schrieb er heute zu einem früheren Zeitpunkt: „Es könnte der Zeitpunkt kommen, an dem wir nicht länger vernünftig handeln können und gezwungen sein werden, den militärischen Einsatz zu Ende zu führen, nachdem wir ihn mit großem Erfolg begonnen haben.“ Das US-Militär hatte in der Nacht von Samstag auf Sonntag Luftangriffe auf Ziele auf der Insel Qeschm bekannt gegeben – nur wenige Stunden nachdem der Iran einen Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen hatte. (Al Arabiya.net, 28.06.2026) Trump hatte am 28. Februar 2026 gemeinsam mit seinem Anhängsel Netanjahu einen Angriff auf den Iran gestartet, bei dem der Oberste Führer sowie rund vierzig hochrangige Funktionäre getötet wurden und es zu Zerstörungen und Verwüstungen kam. Dennoch unterzeichnete der Iran am 18. Juni 2026 mit Trump ein Memorandum of Understanding, um Frieden zwischen beiden Seiten zu schaffen – als hätte es das vergossene Blut und die zerstörten Einrichtungen nie gegeben! Die übrigen Muslime – ob sie dem Iran nahestehen oder nicht – verfolgen das Geschehen, als wären sie neutrale Beobachter des Konflikts zwischen dem Iran und den USA, wenn sie nicht sogar den USA näherstehen! Wie lange werden die Muslime noch zersplittert bleiben und den Stürmen der kolonialistischen Ungläubigen ausgeliefert sein, nachdem sie einst als Licht und Inbegriff der Gerechtigkeit die Welt angeführt hatten?!

Ich erhoffe mir eine Antwort von Dir, die die Realität der Ereignisse verdeutlicht. Wie kann darüber hinaus diese Umma ihre Vitalität und Stärke wiedererlangen? Danke!

Antwort:

Zur Beantwortung der oben angeführten Fragen wollen wir zunächst die Realität der Ereignisse darlegen und anschließend darauf eingehen, wie die Umma wieder vital und stark werden kann. Und Allah ist Derjenige, Dessen Hilfe wir erbitten.

Erstens: Die Realität der Ereignisse:

1) Die US-amerikanische Nachrichtenagentur Bloomberg veröffentlichte am 17. Juni 2026 den Entwurf einer aus 14 Punkten bestehenden Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran. Inhaltlich stimmt sie mit dem Text überein, den die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr am 14. Juni 2026 unter Berufung auf eine dem iranischen Verhandlungsteam nahestehende Quelle veröffentlicht hatte. Unerwartet und völlig überraschend kam es dann zur Unterzeichnung des „Memorandum of Understanding“ zwischen dem iranischen Präsidenten Masoud Peseschkian und seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump, während sich dieser anlässlich des G7-Gipfels im Schloss Versailles in Frankreich aufhielt.Obwohl es vorgesehen war, dass die Unterzeichnung in der Schweiz stattfindet, wollte der Tyrann Trump die Muslime wohl an den Versailler Vertrag erinnern – jenen Vertrag, der nach dem Ersten Weltkrieg die Beseitigung des Kalifats, des Staates der Muslime, und die Zerrüttung ihrer Einheit besiegelte. Es wirkt, als würde Trump mit der Wahl des Schlosses von Versailles, wo einst der Lauf der Geschichte durch die Abschaffung des Kalifats verändert wurde, versuchen, sich selbst als einen Führer zu inszenieren, der Geschichte schreibt, ganz nach dem Vorbild seiner Gesinnungsgenossen, die ihm vorangegangen sind! So wurde das Memorandum schließlich unter der Aufsicht des Vermittlers zwischen den beiden Seiten, des pakistanischen Premierministers Schehbaz Sharif im Schloss Versailles auf digitalem Wege signiert. Und damit trat die Absichtserklärung offiziell in Kraft. Dies spielte sich zwischen den USA und dem Iran ab, obgleich die USA zusammen mit ihrem „Anhängsel“ Netanjahu Ende Februar überraschend eine Militäraktion gegen die führenden Köpfe des iranischen Regimes durchgeführt hatten – gegen politische und militärische Spitzenfunktionäre, allen voran gegen den Obersten Führer, den höchsten Entscheidungsträger im Iran. Der Krieg war auf vier Tage angelegt, dauerte jedoch vierzig Tage. Das erklärte Ziel der USA, das gegenwärtige Regime zu stürzen bzw. eine von ihnen abhängige Führung einzusetzen, wurde nicht erreicht. Der Iran sollte nämlich von einem Staat, der im Orbit der USA kreist, in einen abhängigen Vasallenstaat verwandelt werden. Denn die Tatsache, dass der Iran sich 47 Jahre lang innerhalb der amerikanischen Einflusssphäre bewegt hat, weckte bei den USA die Begehrlichkeit, ihn in einen vollends abhängigen Staat zu verwandeln – insbesondere nachdem Washington begonnen hatte, den Iran aus jenen Regionen zurückzudrängen, in denen es ihm ein gemeinsames Agieren erlaubt hatte, wie in Syrien, im Irak, im Libanon und im Jemen. Diese Entwicklung ließ jedoch einige Kräfte im Iran über eine Unabhängigkeit von den USA nachdenken. Die Revolutionsgarden spielten dabei eine zentrale Rolle. Diesen Punkt haben wir bereits ausführlich in der Antwort auf eine Frage dargelegt, die wir am 3. Juni 2026 veröffentlicht hatten. Darin führten wir unter anderem aus: […] ähnlich wie im Fall von Venezuela, als US-Kräfte den Präsidenten entführten und seine Stellvertreterin mit ihrem Umfeld sich den Vereinigten Staaten unterwarf. Diese Erwartung erfüllte sich im Falle des Iran jedoch nicht. Nach der Tötung des Obersten Führers Ali Khamenei sowie weiterer Führungspersönlichkeiten des Regimes bewahrten die Revolutionsgarden die Kontrolle, entschieden sich zum Widerstand und gingen zum Gegenangriff über. […] Sie streben danach, sich von den Vereinigten Staaten unabhängig zu machen. Dies im Gegensatz zum politischen Flügel, der eine Verständigung mit den USA anstrebt und mit ihnen zumindest als Staat, der sich in ihrem Orbit dreht und nicht als abhängiger Staat, zusammenarbeiten will. Die Standhaftigkeit, Stärke und der Einfluss der Revolutionsgarden beruhten darauf, dass sie bei der Auswahl des neuen Obersten Führers, Mojtaba, den Ausschlag gegeben hatten. Dieser unterstützte sie und stützt sich auch auf sie, um seine Herrschaft zu sichern. Er war nicht bereit, einer Absichtserklärung und einem Frieden mit den Vereinigten Staaten zuzustimmen, nachdem diese den früheren Obersten Führer – seinen Vater – sowie eine Reihe weiterer Amtsträger getötet hatten.

2) Doch dies änderte sich, nachdem es der politischen Seite innerhalb der iranischen Führung (dem Staatspräsidenten, dem Parlamentspräsidenten und dem Außenminister) gelungen war, den Obersten Führer davon zu überzeugen, dass das Memorandum of Understanding im Interesse des Iran liege. Der Staatspräsident setzte sich hierbei besonders ein. Danach erfolgte die schriftliche Zustimmung des Obersten Führers, die am 18. Juni 2026 auf der Plattform X sowie auf anderen Seiten sozialer Medien veröffentlicht wurde. Dort heißt es, dass er ursprünglich eine andere Haltung gegenüber der Aufnahme von Gesprächen mit den Vereinigten Staaten vertreten habe. Dennoch habe er der Absichtserklärung zugestimmt, nachdem der iranische Präsident Masoud Peseschkian und weitere Verantwortliche zugesichert hätten, die Verantwortung für den Schutz der Rechte der iranischen Nation und der Widerstandsfront zu übernehmen. Es wirkt daher so, als würde er dem Präsidenten seines Landes und anderen Amtsträgern die Verantwortung für alle negativen Folgen übertragen, die sich für den Iran aus dieser Vereinbarung ergeben könnten. Und so wurde das Memorandum schließlich unterzeichnet. Irans Präsident Masoud Peseschkian erklärte nach der Unterzeichnung am 18. Juni 2026 auf der Plattform X: Dies ist ein historisches Dokument und eine Botschaft des starken Iran. Der Frieden wird im Rahmen gegenseitigen Respekts verwirklicht werden. Der Iran ist stets dem internationalen Frieden verpflichtet, während er gleichzeitig seine Würde, seine Unabhängigkeit, seinen Fortschritt und die regionale Zusammenarbeit bewahrt. Das, was erreicht wurde, ist das Ergebnis des nationalen Widerstands, der politischen Grundüberzeugung und einer verantwortungsvollen Diplomatie. Daraufhin wurden die Stimmen der Revolutionsgarden leiser - aus Gehorsam gegenüber dem Obersten Führer. Das Mitglied des iranischen Schura-Rates, Mohammad Mannan Raeesi, enthüllte bei einer Versammlung mit seinen Unterstützern Einzelheiten im Zusammenhang mit der Haltung des Obersten Führers und erklärte zugleich, dass er gegen das Memorandum of Understanding sei. Er sagte: „Mojtaba Khamenei forderte die Mitglieder des Obersten Nationalen Sicherheitsrats auf, diese Fragen jeweils gesondert zu beantworten, und machte – entgegen der üblichen Praxis – die Zustimmung von 75 % der Ratsmitglieder zur Bedingung für die Billigung des Memorandums. Nur ein Mitglied des Obersten Nationalen Sicherheitsrats lehnte den Inhalt des Abkommens ab, während alle übrigen dafür stimmten. […] Man kann nicht sagen, dass der Oberste Führer dieses Abkommen mit voller Zustimmung akzeptiert habe; zugleich kann man ihn aber auch nicht als Gegner des Abkommens bezeichnen.“ (Iran International, 18.06.2026) Ihre Zustimmung zum Memorandum of Understanding - bis auf eine Ausnahme - und ihre Bereitschaft zur Unterzeichnung eines endgültigen Abkommens mit den USA legen nahe, dass damit die Weichen für eine Rückkehr ihres Landes zu einem Staat, der sich im Orbit dreht, gestellt werden – anders als die frühere Position der Revolutionsgarde, die nach Unabhängigkeit strebte!

3) So gewann schließlich der politische Flügel die Oberhand. Dessen höchstes Ziel besteht darin, dass der Iran wieder, wie früher, zu einem kreisenden Staat im Orbit der USA wird – ähnlich wie die Türkei – und zu keinem abhängigen Vasallenstaat Washingtons, wie Ägypten, Syrien und andere Länder der Region. Infolgedessen trat der politische Flügel des Regimes bei den Ereignissen und Verhandlungen in den Vordergrund, während die Revolutionsgarden etwas in den Hintergrund traten. Ich sage hier bewusst „etwas“, weil die Flamme der Revolutionsgarde noch nicht ganz erloschen ist, denn die Revolutionsgarden befinden sich im Konflikt mit dem politischen Flügel. So hatte zuvor das iranische Fernsehen am Freitag davon berichtet, dass eine „Kommunikationsverbindung mit den USA bezüglich der Straße von Hormus eingerichtet“ worden sei. (Al-Arabiya, 26. Juni 2026). Dies wurde jedoch von den Revolutionsgarden zurückgewiesen. Der Sprecher der iranischen Revolutionsgarde, Hossein Mohabbi, dementierte am Freitagabend, was er als Behauptungen amerikanischer Verantwortlicher über die Einrichtung einer Hotline zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten bezüglich der Straße von Hormus bezeichnete, und betonte, dies sei eine reine Lüge. Der iranische Sender Press TV hatte zuvor am Freitag über die Einrichtung einer Kommunikationsverbindung zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in der Straße von Hormus berichtet. (Al-Araby Al-Jadeed, 26. Juni 2026) Die Revolutionsgarden reagierten zudem auf die amerikanischen Angriffe auf die Ostküste des Iran. Die Website Sepah News veröffentlichte eine Erklärung der iranischen Revolutionsgarde, in der es hieß, die Vereinigten Staaten hätten einen Angriff auf die iranische Küste verübt, was sie zu einer Gegenreaktion veranlasst habe. Daraufhin habe die Marine der Revolutionsgarde Stellungen der US-Streitkräfte in der Region beschossen. In der Erklärung wurde Washington außerdem vorgeworfen, seine Verpflichtungen aus dem zwischen beiden Seiten geschlossenen Memorandum of Understanding verletzt zu haben. (Al Jazeera, 26. Juni 2026).

4) Die Unterzeichnung des Memorandum of Understanding bedeutet, dass der Iran einen dauerhaften Waffenstillstand mit seinen Angreifern akzeptiert hat und sich verpflichtet, keinen Krieg gegen sie zu führen. So heißt es in Artikel 1 der Absichtserklärung: Diese umfasst den sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand an allen Fronten, auch im Libanon. Die USA und der Iran verpflichten sich, keine feindlichen Handlungen gegeneinander zu führen sowie auf Drohungen mit dem Einsatz von Gewalt zu verzichten und ebenso in der Konfrontation mit der jeweils anderen Seite nicht darauf zurückzugreifen. […] Das bedeutet, dass der Iran damit den Widerstand gegen die USA aufgegeben hat - gegen jene USA, die ihn angegriffen, seine ranghöchsten Führungspersönlichkeiten getötet und Teile seiner nuklearen und andere strategisch wichtige Anlagen zerstört haben. Und obwohl Artikel 2 des Memorandums die Nichteinmischung in innere Angelegenheiten vorsieht, stehen die übrigen Paragrafen des Abkommens dem entgegen! So heißt es etwa in Artikel 8 der Absichtserklärung: Die Islamische Republik Iran bekräftigt, dass sie weder nukleare Waffen beschaffen noch entwickeln will. Beide Seiten haben vereinbart, die Entsorgung von hochangereichertem Material zu regeln.(Asharq, 18. Juni 2026). Sky News veröffentlichte am 24. Juni 2026: US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, dass dem Iran nicht gestattet werde, Atomwaffen zu besitzen. Dabei wies er darauf hin, dass sich der Iran angesichts der Zerstörung seiner Armee und seiner Fähigkeiten nicht in einer guten Verhandlungsposition befinde. Trump fügte hinzu, dass Atominspektoren zu gegebener Zeit im Iran vor Ort sein würden. Allein schon die Festschreibung dessen stellt eine Einmischung dar.

Zudem eröffnet der sechste Punkt den Vereinigten Staaten eine Möglichkeit, sich in die inneren Angelegenheiten des Iran einzumischen. Denn dort heißt es: Die Vereinigten Staaten verpflichten sich, gemeinsam mit regionalen Partnern einen endgültigen Plan für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung der Islamischen Republik Iran zu erarbeiten. Dieser Plan soll ein Volumen von mindestens 300 Milliarden Dollar umfassen und auf gegenseitiger Zustimmung basieren. Der Mechanismus zur Umsetzung wird innerhalb von 60 Tagen als Teil des endgültigen Abkommens festgelegt. Dies stellt ein Einfallstor für eine Einmischung dar – ja geht vielmehr noch darüber hinaus!

5) Zusätzlich zu all dem enthält das Abkommen noch eine Vielzahl mehrdeutiger Formulierungen. Einerseits können sie so verstanden werden, dass sie den Interessen Irans dienen, andererseits lassen sie sich auch im Sinne der Interessen der Vereinigten Staaten auslegen. Mit anderen Worten: Das Abkommen ist „vermint“. Möglicherweise reichen die vorgesehenen sechzig Tage nicht aus, um diese „Sprengfallen“ zu beseitigen, sodass die Frist verlängert wird - etwa im Hinblick auf die Aufhebung der Sanktionen oder die Öffnung der Straße von Hormus.

Der Iran warnte als Anrainerstaat der Meerenge vor den aus seiner Sicht „unklaren Regelungen“ im Zusammenhang mit der Durchfahrt durch die Straße von Hormus. (Sky News, 26.06.2026) Diese Unklarheit hat sich in den heutigen Zusammenstößen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten bestätigt: Die Revolutionsgarde erklärte in einer Stellungnahme vom heutigen Sonntag, der Verstoß der Vereinigten Staaten gegen den Waffenstillstand verletze Artikel 1 des Memorandum of Understanding und werde zu einem vollständigen Abbruch des Verhandlungsprozesses führen. Ferner lägen - so ihre Behauptung - die notwendigen Regelungen zur Kontrolle der Schifffahrt in der Straße von Hormus in der Hand des Iran, nachdem die Absichtserklärung zwischen Trump und Masoud Peseschkian am 18. Juni unterzeichnet wurde. (Al-Arabiyya.net)In der Absichtserklärung heißt es außerdem: Die Vereinigten Staaten verpflichten sich, ihre Streitkräfte innerhalb von 30 Tagen nach Unterzeichnung des abschließenden Abkommens aus dem Umfeld Irans abzuziehen. Zuvor hatte der Iran jedoch den Abzug der US-Streitkräfte aus der gesamten Region gefordert. Des Weiteren sollen die USA zwölf Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten freigeben – allerdings unter der Bedingung, dass diese für den Erwerb amerikanischer Agrar- und Lebensmittelprodukte verwendet werden. Trumps Vizepräsident Vance erklärte am Montag gegenüber Journalisten, die „eingefrorenen iranischen Vermögenswerte, die freigegeben werden“, seien „für den Kauf von amerikanischem Soja, Mais und Weizen zugunsten des iranischen Volkes bestimmt“. (Al Arabiya, 25.06.2026) Von iranischer Seite wurde dies jedoch dementiert. So betonte Ghalibaf am Donnerstag, dass die von den Vereinigten Staaten verbreitete Darstellung, Teheran werde die nach ihrer Freigabe verfügbaren eingefrorenen Vermögenswerte zum Erwerb amerikanischer Agrarprodukte verwenden, unzutreffend sei.Zu guter Letzt soll das endgültige Abkommen dann durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrats ratifiziert werden! Von der einen Seite wird es also dahingehend ausgelegt, dass der Iran sich damit der Umsetzung des Abkommens nicht entziehen kann; von der anderen Seite wird es so interpretiert, dass die Einhaltung durch die Vereinigten Staaten gewährleistet wird – als wenn dies nicht ohnehin ihrem eigenen Interesse diente! Ferner berichtete Reuters unter Berufung auf eine informierte Quelle am 18. Juni 2026 über den in der Absichtserklärung vorgesehenen Wiederaufbau- und Entwicklungsfonds. Demnach besteht das Ziel des Fonds darin, einen wirtschaftlichen Anreiz für den Abschluss einer endgültigen Vereinbarung zwischen Teheran und Washington zu schaffen. Eingerichtet werde er jedoch erst, wenn die endgültige Vereinbarung unterzeichnet ist. Es handelt sich somit um eine ausgeschmückte Falle, mit der der Iran dazu verführt werden soll, den Verhandlungen bis zur endgültigen Unterzeichnung zu folgen – in Erwartung eines Fonds, dessen Schaden größer ist als sein Nutzen. All diese Artikel stecken voller gefährlicher, subtiler Fallen!

6) Trump ist sich bewusst, dass er darin gescheitert ist, seine Ziele mit militärischen Mitteln zu erreichen, so war er vom Widerstand der Revolutionsgarde gegen seine Aggression gänzlich überrascht.Und nun wird Trump, der in diesem von ihm begonnenen Krieg viel verloren hat, durch die Realität erheblich unter Druck gesetzt. So hat sein Ansehen deutlich gelitten, und das Vertrauen in ihn ist weltweit tief gesunken – selbst innerhalb der Vereinigten Staaten sowie in den Reihen seiner eigenen Partei und seiner Anhänger. Zweifellos wird sich das auf die Kongresszwischenwahlen im kommenden November und in der Folge auch auf die allgemeinen Wahlen auswirken, die zwei Jahre später stattfinden werden.Zudem hängenArtikel 4 und 5 der Absichtserklärung, die sich auf die Straße von Hormus beziehen, indirekt mit den Zwischenwahlen zum US-Kongress zusammen. Denn wie bekannt, führte die Sperrung der Straße von Hormus seitens des Irans und die von den Vereinigten Staaten verhängte Seeblockade der Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransports verläuft, zu einer Lähmung des Seeverkehrs. Dies hatte einen starken Anstieg der Kraftstoff- und Gaspreise zur Folge, was naturgemäß auch einen entsprechenden Anstieg der Lebensmittelpreise nach sich zog. Und das wirkt sich zwangsläufig auf die Zwischenwahlen aus. Deshalb war Trump an einer Unterzeichnung der Vereinbarung mit dem Iran gelegen, um den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder in Gang zu bringen. Denn mit ihrer Wiederöffnung würden die Weltmarktpreise für Erdöl rasch sinken. Und so fand Trump in den Verhandlungen und der Absichtserklärung die ersehnte Möglichkeit, sich einen Sieg auf dem Verhandlungsweg zu verschaffen, den er durch seine militärische Aggression nicht hatte erringen können! Denn nachdem sich ihm die Revolutionsgarden heldenhaft entgegenstellt hatten, fand er im politischen Flügel des Regimes – dem Staatspräsidenten, dem Parlamentspräsidenten und dem Außenminister – einen Ausweg. Ihnen fiel die entscheidende Rolle zu, den Obersten Führer von den Verhandlungen und der Absichtserklärung zu überzeugen, sodass die Stimmen der Revolutionsgarden leiser wurden. Dass den Vereinigten Staaten an einer Einigung mit dem Iran gelegen ist, zeigt sich anhand des Artikels 3 der Absichtserklärung. Darin heißt es:Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran verpflichten sich, ein endgültiges Abkommen innerhalb von 60 Tagen zu verhandeln und abzuschließen. Diese Frist kann im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden.Mit anderen Worten: Es soll weiterverhandelt werden, auch wenn dies eine Fristverlängerung erforderlich machen sollte!Nachdem also die USA mit der militärischen Option gescheitert waren, um einen Regimewechsel herbeizuführen, sodass der Iran zu einem abhängigen Vasallenstaat wird, zeigten sie ein großes Bestreben, Verhandlungen zu führen und zu einem endgültigen Abkommen zu gelangen. Damit akzeptierten sie, dass der Iran wieder zu einem Staat wird, der im US-Orbit kreist, wie es zuvor der Fall war – insbesondere nachdem Stimmen laut geworden waren, die eine vollständige Unabhängigkeit von den USA forderten, allen voran aus den Reihen der Revolutionsgarden. Trump seinerseits wertete dies als Sieg, welcher ihm vor allem durch den politischen Flügel ermöglicht wurde, insbesondere durch den Staatspräsidenten! Dass der Iran zu Verhandlungen bereit war und anschließend ein endgültiges Abkommen unterzeichnen wollte, obwohl er klar gesehen hat, dass die USA ihr Ziele  durch den Krieg nicht erreichen konnten, bedeutet demnach, dass er in seine Ausgangslage zurückkehrt: als Staat, der im Orbit der USA kreist.

7) Anschließend, nach der Unterzeichnung des Abkommens, bemühte sich Trump darum, die Atmosphäre gegenüber dem Iran und den Muslimen im Allgemeinen zu entspannen. Zum Einen sagte er am 19. Juni 2026 gegenüber dem US-amerikanischen Nachrichtenportal Axios: „Leider habe ich dem iranischen Obersten Führer Mojtaba Chamenei Schaden zugefügt.“ Und diese Aussage erfolgte nach der Zustimmung des Obersten Führers zur Absichtserklärung – fast so, als würde Trump sich bei ihm bedanken. Und zum Anderen versucht er den Eindruck zu vermitteln, er übe Druck auf die zionistische Entität aus, obwohl sie sowohl in Kriegs- als auch in Friedensangelegenheiten nach seinem Befehl handelt! So rüffelte Trump Netanjahu öffentlich, als er auf einer Pressekonferenz im französischen Évian am Rande des G7-Gipfels am 16. Juni 2026 erklärte, dass er „Israel“ gegenüber sein Missfallen über den Angriff auf Beirut geäußert habe und dass Netanjahu nun gegenüber dem Libanon verantwortungsvoller handeln müsse. […] „Ohne mich würde es ‚Israel‘ nicht geben.“ (Aljazeera, 16.06.2026) Sein Stellvertreter Vance betonte seinerseits auf einer Pressekonferenz: „Den Kritikern Trumps aus der ‚israelischen‘ Regierung, sage ich: Zwei Drittel der Waffen, die Israel in den vergangenen drei Monaten geschützt haben, wurden von amerikanischer Hand gefertigt und mit den Geldern der amerikanischen Steuerzahler bezahlt. Wenn ich Mitglied der ‚israelischen‘ Regierung wäre, würde ich nicht den einzig verbliebenen starken Verbündeten angreifen, den ich auf der ganzen Welt habe.“ (New York Times, 18.06.2026) Die Äußerungen Trumps und seines Stellvertreters sind zwar korrekt – wären sie nur aufrichtig gemeint. Doch wie können sie das sein, wenn sich die zionistische Entität in ihren Aggressionen gegen Palästina, den Libanon und überall sonst nur mit „dem Seil“ der USA bewegen kann?! Das Zionistengebilde ist nämlich zu unbedeutend, als dass ihm allein ein Gewicht beizumessen wäre. Es ist, wie Allah, der Erhabene, es beschreibt:

(لَنْ يَضُرُّوكُمْ إِلَّا أَذًى وَإِنْ يُقَاتِلُوكُمْ يُوَلُّوكُمُ الْأَدْبَارَ ثُمَّ لَا يُنْصَرُونَ)

Sie können euch nicht schaden außer Ungemach bereiten. Und wenn sie gegen euch kämpfen, dann flüchten sie vor euch und kein Beistand wird ihnen zuteil.(3:111)

Die zionistische Entität verfügt über keine autonome Stärke, außer durch „ein Seil“ Allahs und „ein Seil“ der Menschen. Das Seil Allahs haben sie bereits seit der Zeit ihrer Propheten durchtrennt, sodass ihnen nur noch das Seil der Menschen übriggeblieben ist! Und so sind es die USA, die sie bei ihren Aggressionen gegen den Libanon und bei der sogenannten Pufferzone unterstützen. Trump ist es, der hinter ihren Feinseligkeiten steht und ebenso hinter der Aufrechterhaltung ihrer ganzen Entität, wie er es selbst in den zuvor erwähnten Aussagen betont hat. - Bekämpfe sie Allah, wie sind sie doch getrogen! Noch immer besetzen sie Teile des Libanon und bombardieren libanesische Gebiete mit amerikanischen Waffen und noch dazu mit der amerikanischen Rechtfertigung, sich selbst zu verteidigen!

8) Dies ist – in Kürze – die Realität der Ereignisse. Es hätte nicht sein dürfen, dass Trump durch Verhandlungen das erhält, was er sich durch den Krieg nicht nehmen konnte, zumal der Iran kein kleiner oder schwacher Staat ist. Vielmehr ist er durchaus in der Lage, einem langen Krieg standzuhalten, die USA in die Knie zu zwingen und sie gedemütigt aus der Region hinauszudrängen – so wie sie 2021 Afghanistan verlassen mussten. Damit würde der Iran sich endgültig politisch unabhängig machen, sodass er weder ein Staat wäre, der weiter im Orbit kreist, noch in den Status eines abhängigen Staates fällt. Schließlich verfügt der Iran über ein großes Staatsgebiet von 1,6 Millionen Quadratkilometern, über unterschiedliche geografische Gegebenheiten mit Gebirgen, Wüsten, Tälern und einer Meeresküste. Das Land hat etwa 90 Millionen Einwohner, besitzt eine strategische Lage und grenzt an mehrere Länder, die ihm im Falle irgendeiner Blockade als Zugänge und Ausweichmöglichkeiten dienen könnten. Außerdem verfügt er über Energieressourcen wie Erdöl und Erdgas sowie über weitere natürliche Rohstoffe. Hinzu kommt die Fähigkeit, sich selbst mit Nahrungsmitteln zu versorgen, da es über ausreichende landwirtschaftliche Flächen verfügt. Bemerkenswert ist auch, dass der Iran über eine eigene Rüstungsindustrie verfügt, die fähig ist, Waffen zur Selbstverteidigung herzustellen, etwa Langstreckenraketen und Drohnen. All dies hat das Potential zur Weiterentwicklung, ebenso wie die zivilen Industriezweige. Selbst im Bereich der Nuklearindustrie besitzt der Iran entsprechende Fähigkeiten: Nachdem Trump sich 2018 aus dem Atomabkommen von 2015 zurückgezogen hatte, konnte der Iran die Urananreicherung auf etwa 60 % steigern, und zwar auf eine Menge von rund 440 Kilogramm – nachdem der im Abkommen von 2015 festgelegte Anreicherungsgrad bei nicht mehr als 3,67 % lag.

Deshalb ist die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding und der anschließende Beginn von Verhandlungen, die darauf abzielen, Iran zu einer endgültigen Unterzeichnung der darin festgelegten Punkte zu bewegen, bereits ein weitreichendes Zugeständnis! Zugleich rettet es die USA, die diese Auseinandersetzung verloren haben und sich in diesen Krieg verstrickt hatten, der sie mehr als vier Monate lang beschäftigte. Den iranischen politischen Führern jedoch fehlt der aufrichtige Wille und die echte Prinzipientreue. Sie stellten sich sogar gegen die Revolutionsgarden, als diese sich um Unabhängigkeit vom amerikanischen Einfluss bemühten und bereit waren, Opfer zur Abwehr der amerikanischen Aggression und der ihres Anhängsels, des Zionistengebildes, zu bringen. Stattdessen unterzeichnete der Staatspräsident das Memorandum und verschaffte Trump damit das, was dieser im Krieg nicht erreichen konnte.

Zweitens: Was nun die Frage betrifft, wie die islamische Umma nach dieser Zeit der Erniedrigung, in der sie lebt, wieder zu neuem Leben und zu neuer Würde gelangen kann, so ist die Antwort keineswegs unbekannt. Vielmehr ist sie im Buch Allahs, des Gewaltigen und Allmächtigen, sowie in der Sunna Seines aufrichtigen, vertrauenswürdigen Gesandten ﷺ niedergelegt: ein Kalifat für die Muslime, das sie nach dem regiert, was Allah herabgesandt hat.

(وَأَنِ احْكُمْ بَيْنَهُمْ بِمَا أَنْزَلَ اللَّهُ وَلَا تَتَّبِعْ أَهْوَاءَهُمْ وَاحْذَرْهُمْ أَنْ يَفْتِنُوكَ عَنْ بَعْضِ مَا أَنْزَلَ اللَّهُ إِلَيْكَ فَإِنْ تَوَلَّوْا فَاعْلَمْ أَنَّمَا يُرِيدُ اللَّهُ أَنْ يُصِيبَهُمْ بِبَعْضِ ذُنُوبِهِمْ وَإِنَّ كَثِيراً مِنَ النَّاسِ لَفَاسِقُونَ)

Und richte zwischen ihnen nach dem, was Allah herabgesandt hat, und folge nicht ihren Neigungen, und hüte dich vor ihnen, dass sie dich von einem Teil dessen abbringen, was Allah zu dir herabgesandt hat! Wenn sie sich aber abwenden, dann wisse, dass Allah sie wegen einiger ihrer Sünden treffen will. Und gewiss, viele Menschen sind Frevler. (5:49)

Und einen Kalifen, der mit ihnen den ǧihād auf dem Wege Allahs führt. Muslim berichtet von Abū Huraira, dass der Prophet ﷺ sagte:

«إِنَّمَا الْإِمَامُ جُنَّةٌ يُقَاتَلُ مِنْ وَرَائِهِ وَيُتَّقَى بِهِ»

Wahrlich, der Imam ist ein Schutzschild, man kämpft hinter ihm und schützt sich durch ihn.

Es folgten viele Jahrhunderte, die von der Größe des islamischen Staates, des rechtgeleiteten Kalifats, von der Würde der Muslime und ihrer Gerechtigkeit Zeugnis ablegen. Sie setzten sich für Allahs Sache ein, indem sie nach dem regierten, was Er herabgesandt hat, und so gewährte Allah ihnen Seinen Beistand. Als ihr Staat jedoch durch die Verschwörungen der kolonialistischen Ungläubigen gemeinsam mit ihren Vasallen in den muslimischen Ländern zerstört wurde, verfielen die Muslime in Erniedrigung, Demütigung und in ein Leben voller Bedrängnis.

(وَمَنْ أَعْرَضَ عَنْ ذِكْرِي فَإِنَّ لَهُ مَعِيشَةً ضَنْكاً)

Und wer sich von Meiner Ermahnung abwendet, der wird gewiss ein erbärmliches Leben führen.(20:124)

Doch dieser Zustand wird – so Allah will – nicht von Dauer sein. Denn das Kalifat wird gemäß der Verheißung Allahs, des Wahrhaftigen, zurückkehren.

(وَعَدَ اللَّهُ الَّذِينَ آمَنُوا مِنْكُمْ وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ لَيَسْتَخْلِفَنَّهُمْ فِي الْأَرْضِ كَمَا اسْتَخْلَفَ الَّذِينَ مِنْ قَبْلِهِمْ وَلَيُمَكِّنَنَّ لَهُمْ دِينَهُمُ الَّذِي ارْتَضَى لَهُمْ وَلَيُبَدِّلَنَّهُمْ مِنْ بَعْدِ خَوْفِهِمْ أَمْناً يَعْبُدُونَنِي لَا يُشْرِكُونَ بِي شَيْئاً وَمَنْ كَفَرَ بَعْدَ ذَلِكَ فَأُولَئِكَ هُمُ الْفَاسِقُونَ)

Verheißen hat Allah denen, die von euch glauben und gute Werke tun, dass Er sie gewiss zu Nachfolgern auf Erden machen wird, wie Er jene, die vor ihnen waren, zu Nachfolgern machteund dass Er ihnen ihre Lebensordnung, die Er für sie erwählt hat, gewiss festigen wird, und dass Er ihnen nach ihrer Furcht gewiss Sicherheit geben wird. Sie dienen Mir und gesellen Mir nichts bei. Und wer hernach ungläubig wird, so sind dies die Frevler. (24:55)

Auch wird es gemäß der Frohbotschaft Seines Gesandten zurückkehren, die sichnach der Zeit der Gewaltherrschaft, in der wir heute leben, erfüllen wird. So berichtet Aḥmad von Ḥuḏaifa, der sagte: Es sprach der Gesandte Allahs :

«... ثُمَّ تَكُونُ مُلْكاً جَبْرِيَّةً فَتَكُونُ مَا شَاءَ اللَّهُ أَنْ تَكُونَ، ثُمَّ يَرْفَعُهَا إِذَا شَاءَ أَنْ يَرْفَعَهَا، ثُمَّ تَكُونُ خِلَافَةً عَلَى مِنْهَاجِ النُّبُوَّةِ. ثُمَّ سَكَت»

„[…] Sodann wird eine Gewaltherrschaft folgen. Sie wird weilen, solange Allah sie weilen lässt, dann wird Allah sie aufheben, wenn er sie aufheben will. Sodann folgt ein Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums.“ Dann schwieg er.

Daher wird das Kalifat mit Allahs Erlaubnis zurückkehren. Und der Sieg Allahs ist ein Versprechen an jene, die Seinem dīn zur Seite stehen.

(وَلَيَنْصُرَنَّ اللَّهُ مَنْ يَنْصُرُهُ إِنَّ اللَّهَ لَقَوِيٌّ عَزِيزٌ)

Und Allah wird ganz gewiss denjenigen Beistand leisten, die Ihm zur Seite stehen. Wahrlich, Allah ist Stark und Allmächtig. (22:40)

Doch ist es die Bestimmung Allahs, des Erhabenen, dass der Sieg nicht vom Himmel auf uns herabkommt, getragen von Seinen Engeln, und sie für uns das Kalifat errichten, während wir untätig dasitzen. Vielmehr müssen wir tätig werden, uns ernsthaft einsetzen und uns nach Kräften bemühen. Auch müssen wir in all unserem Handeln auf Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit bedacht sein. Zugleich müssen wir auf das Versprechen Allahs vertrauen, dass denjenigen die Nachfolge auf Erden gewährt wird, die glauben und rechtschaffen handeln. So geschieht es durch beides: durch Glauben und rechtschaffenes Handeln.

(وَعَدَ اللَّهُ الَّذِينَ آمَنُوا مِنْكُمْ وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ لَيَسْتَخْلِفَنَّهُمْ فِي الْأَرْضِ...)

Verheißen hat Allah denen, die von euch glauben und rechtschaffen handeln, dass Er sie gewiss zu Nachfolgern auf Erden machen wird.(24:55)

All das geht deutlich aus der sīra des Gesandten Allahs ﷺ hervor: wie er handelte und wie er Anfeindungen begegnete, bis ihm schließlich der Sieg Allahs zuteilwurde. Er ﷺ trat für die Sache Allahs ein, worauf Allah ihm Seinen Beistand gewährte. Denn dies ist die Bestimmung Allahs, des Erhabenen:

(سُنَّةَ اللَّهِ الَّتِي قَدْ خَلَتْ مِنْ قَبْلُ وَلَنْ تَجِدَ لِسُنَّةِ اللَّهِ تَبْدِيلاً)

(So ist) die Bestimmung Allahs, die bereits zuvor ergangen war. Und du wirst für Allahs Bestimmung keine Änderung finden. (48:23)

So handelte der Gesandte Allahs ﷺ, und so nahmen sich seine Gefährten (r) ihn zum Vorbild. So müssen auch wir sein. Denn dann wird der Sieg Allahs auch kommen, woran - mit Seiner Erlaubnis - kein Zweifel besteht. Und vielleicht ist dieser auch nahe …

Das ist es, was die Umma erlöst, ihr ihre Würde zurückgibt, ihre Stärke festigt und ihre Feinde dazu bringt, es sich tausendmal zu überlegen, bevor sie einen Angriff gegen sie durchführen. Und das wird allein durch die Rückkehr ihres Kalifats geschehen, das die Erde in Güte und Gerechtigkeit erstrahlen lässt. Denn so wie das Kalifat einst die Selbstherrlichkeit der byzantinischen Kaiser und persischen Großkönige bezwang, wird es auch der Selbstherrlichkeit ihrer Nachfolger - wie des Tyrannen Trump und seinesgleichen von den kolonialistischen Ungläubigen - ein Ende bereiten.

(وَيَوْمَئِذٍ يَفْرَحُ الْمُؤْمِنُونَ * بنَصْرِ اللَّهِ يَنْصُرُ مَنْ يَشَاءُ وَهُوَ الْعَزِيزُ الرَّحِيمُ)

An jenem Tage werden die Gläubigen sich freuen – über den Sieg Allahs. Er steht bei, wem Er will; und Er ist der Allmächtige, der Barmherzige. (30:4-5)

(إِنَّ فِي ذَلِكَ لَذِكْرَى لِمَنْ كَانَ لَهُ قَلْبٌ أَوْ أَلْقَى السَّمْعَ وَهُوَ شَهِيدٌ)

Darin liegt wahrlich eine Ermahnung für denjenigen, der Verstand besitzt oder hinhört und Zeuge ist. (50:37)

13. Muḥarram al-Ḥarām 1448 n. H.
28.06.2026 
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