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Zentrales Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir

H.  12 Muharram 1448 No: 1448AH/005
M.  Samstag, 27 Juni 2026

 

Presseverlautbarung

Kinder weltweit: Zwischen statistischen Daten und der Wirklichkeit des Leids

(Übersetzung)

Ein Bericht der Vereinten Nationen über Kinder und bewaffnete Konflikte zeigte, dass im Jahr 2025 die höchste Zahl an Kinderopfern in bewaffneten Konflikten der letzten dreißig Jahre verzeichnet wurde. Es wurden 38 558 schwere Übergriffe gegen Kinder dokumentiert. Die Zahl der von diesen Übergriffen betroffenen Kinder belief sich auf 24 174, wobei ein großer Teil davon Mädchen waren. Zu den Übergriffen zählten Tötungen und Verstümmelungen, sexuelle Gewalt, Rekrutierung und Entführung, die Verweigerung humanitärer Hilfe sowie Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser. Dem Bericht zufolge konzentrierten sich diese Übergriffe auf Palästina, Somalia, Nigeria, die Demokratische Republik Kongo und Myanmar. Diese Zahlen spiegeln das Ausmaß des Leids wider, das Kinder in Konfliktgebieten erdulden müssen, und unterstreichen die dringende Notwendigkeit, ihren Schutz zu verstärken und die Achtung ihrer Grundrechte zu gewährleisten.

Internationale Statistiken und Berichte zeigen weiterhin die Lebensrealität von Kindern in Konfliktgebieten und humanitären Krisen auf und offenbaren schockierende Zahlen, die jedoch nur einen kleinen Bruchteil der tatsächlichen Tragödie widerspiegeln, die Millionen von Kindern weltweit erleben. Millionen leiden unter Hunger und Unterernährung, weitere Millionen sind von Bildung, Gesundheitsversorgung, Sicherheit und Stabilität ausgeschlossen. Zeitgleich sind immer mehr Kinder Opfer von Kriegen und systematischem Völkermord geworden.

Mit jedem neuen Bericht tauchen dieselben Fragen auf: Wer ist für diese Tragödien verantwortlich? Und wer profitiert davon, dass sie weiterbestehen?

Internationale Übereinkommen haben eine Reihe von Grundrechten für das Kind bekräftigt, darunter vor allem das Recht auf Leben, Überleben und Entwicklung sowie das Recht auf Bildung, Gesundheitsversorgung, Fürsorge und Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Diskriminierung. Die 1989 verabschiedete Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes gehört zu den bedeutendsten internationalen Instrumenten, die diese Rechte bekräftigen. Sie verpflichtet die Staaten, die sie unterzeichnet haben, zudem dazu, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um das Wohl des Kindes zu gewährleisten und Kinder sowohl in Friedens- als auch in Kriegszeiten zu schützen.

Diese Dokumente sind jedoch angesichts der Interessen der Großmächte nichts weiter als Tinte auf Papier geblieben. Die tragische Realität der Kinder offenbart eine riesige Kluft zwischen Gesetzestexten und tatsächlicher Praxis, da die in Konventionen und Verträgen verankerten Rechte auf falsche und trügerische Parolen reduziert werden, denen es an Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht mangelt. Während die Ressourcen der Nationen erschöpft werden, Kriege entfacht, Sanktionen verhängt und Regime der Unterdrückung und Besatzung unterstützt werden, erscheinen weiterhin statistische Berichte und Menschenrechtsberichte, die die Folgen dieser Verbrechen dokumentieren, ohne deren eigentliche Ursachen anzugehen. Es ist, als würde von der Welt erwartet, dass sie sich daran gewöhnt, den Opfern zuzusehen, und sich damit begnügt, sie lediglich zu zählen, anstatt sie zu retten.

Die eigentliche Tragödie liegt nicht im Fehlen von Gesetzen und Abkommen, sondern vielmehr in der Vorherrschaft eines selektiven internationalen Systems, das Gesetze auf die Schwachen anwendet, sie jedoch ignoriert, sobald sie den Interessen der Mächtigen widersprechen.

Was die Kinder dieser Welt heute erleben, ist in der Tat nicht nur eine vorübergehende Störung des internationalen Systems, sondern vielmehr eine direkte Folge einer globalen Ordnung, die auf politischer Vorherrschaft, wirtschaftlicher Ausbeutung und der Unterwerfung der Völker unter die Interessen der Großmächte beruht.  Seit seiner Entstehung hat das globale kapitalistische System Strukturen des Kolonialismus, der Besatzung, der Kriege und der Plünderung von Reichtümern hervorgebracht, während es sich gleichzeitig als Beschützer der Menschheit und Hüter der Menschenrechte präsentiert!!

Kinder sind aufgrund ihrer besonderen Schutzbedürftigkeit die am stärksten von den Kriegen und Konflikten betroffene Gruppe, die in verschiedenen Teilen der Welt weiterhin andauern. Diese Kriege entstehen nicht unabhängig von der Politik der Großmächte und der Kolonialregime, die direkt oder indirekt zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Konflikten beitragen und gleichzeitig politisch oder wirtschaftlich von deren Fortdauer profitieren.

Während die Verbrechen dokumentiert und ihre Opfer gezählt werden, sind Kinder weiterhin Bombardements, Hunger, Belagerungen und Vertreibung ausgesetzt. Diese Situation offenbart die Unfähigkeit des internationalen Systems, ihnen den wirksamen Schutz zu gewähren, zu dem es sich verpflichtet hat.

Jedes Jahr veröffentlichen internationale Institutionen und Organisationen Dutzende von Berichten, die das Ausmaß der humanitären Katastrophe dokumentieren, während die eigentlichen Ursachen dieser Katastrophen ohne grundlegende Lösung weiterbestehen.

Diese Opferzahlen spiegeln daher nicht nur das Versagen humanitärer Institutionen wider, die in vielen Fällen zu einem moralischen Deckmantel geworden sind, der dem internationalen System einen humanitären Anschein verleiht, während sich dahinter eine weitaus härtere und brutalere Realität verbirgt, sondern sie offenbaren auch die Korruption dieser internationalen Ordnung und den Niedergang des politischen Modells, das die Welt heute regiert: ein Modell, das Profit über den Menschen, Macht über Gerechtigkeit und Interessen über die Menschenwürde stellt.

Die Kinder dieser Welt brauchen nicht mehr Statistiken, sondern vielmehr ein Ende der Ursachen, die diese Statistiken hervorbringen. Sie brauchen keine weiteren Parolen, sondern echte Gerechtigkeit, die Kriegen, Ausbeutung, Besatzung, Hunger und Ausgrenzung ein Ende bereitet.

Abschließend stellen wir fest, dass die Rettung der Kinder nicht durch dieses kapitalistische System erreicht werden kann, das zur Entstehung ihrer tragischen Lage beigetragen hat. Vielmehr kann sie nur durch die Schaffung wahrer Gerechtigkeit erreicht werden, die die Menschenwürde und die Menschenrechte allein aufgrund der Menschlichkeit selbst und vor allen anderen Interessen wahrt. Nur die Lebensweise, die Allah (swt) für die Menschheit bestimmt hat, ist in der Lage, ein System zu schaffen, das auf Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und dem Schutz der Rechte beruht und weit entfernt ist von der Logik der Herrschaft und Ausbeutung. Kinder sind nicht bloß Zahlen in internationalen Berichten. Sie sind ein untrennbarer Teil der gesamten Menschheit, und das Wohlergehen ihrer Zukunft hängt davon ab, diese katastrophale menschliche Realität zu verändern und ein gerechtes System zu errichten, das die Rechte und die Würde jedes Einzelnen wahrt. Es ist das System des Islam, das Allah für uns gewählt hat, damit wir in dieser Welt und im Jenseits Frieden genießen und Glück erlangen können.

(الْيَوْمَ أَكْمَلْتُ لَكُمْ دِينَكُمْ وَأَتْمَمْتُ عَلَيْكُمْ نِعْمَتِي وَرَضِيتُ لَكُمُ الْإِسْلَامَ دِينًا)

„Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islam als Religion für euch zufrieden.” [Al-Ma'idah:3]

Frauenabteilung
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