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بسم الله الرحمن الرحيم

Im Namen Allahs des Allerbarmers des Barmherzigen

Nachricht und Kommentar

Dient die Trennung von Kindern von ihren Eltern in Frankreich tatsächlich dem Wohl der Kleinen?!

Nachricht:

Die französischen Behörden haben drei palästinensische Kinder, die den Krieg im Gazastreifen überlebt haben, seit 2023 ihrem Vater und ihrem Großvater weggenommen. Als Begründung wurde angegeben, die Kinder seien Gewalt ausgesetzt gewesen. Kürzlich untersagten die Behörden zudem ihrer Mutter, die sich in Gaza befindet, den weiteren Kontakt zu ihnen per Videoanruf.

Die Mutter, Raghda al-Sheikh, machte in den vergangenen Tagen öffentlich auf ihr Leid aufmerksam und schilderte die zunehmenden Schwierigkeiten, mit ihren Kindern in Verbindung zu bleiben. In Medienäußerungen erklärte sie, dass sie bei ihrem letzten Videoanruf bereits einen Dolmetscher hinzuziehen musste, weil ihre Kinder begonnen hätten, ihre arabische Sprache zu verlernen. Später sei ihr schließlich auch der direkte Kontakt zu ihnen vollständig untersagt worden.

Kommentar:

Immer wieder erreichen uns Berichte, wonach die französischen Behörden muslimischen Familien ihre Kinder entziehen und sie unter dem Vorwurf, sie seien Gewalt oder Vernachlässigung ausgesetzt, in staatliche Betreuungseinrichtungen oder bei nichtmuslimischen Pflegefamilien unterbringen. Dadurch treten die Schicksale zahlreicher Familien erneut ins Bewusstsein, denen ihre Kinder – nicht selten zu Unrecht – genommen werden, ebenso wie das Leid der Kinder selbst, die von ihren Angehörigen getrennt werden und vielfältige Formen des Leids ertragen müssen.

Wie der Großvater bereits früher erklärte, wurden dem Gericht keinerlei ärztliche oder schulische Berichte vorgelegt, die belegen würden, dass die Kinder irgendeiner Form körperlicher Gewalt ausgesetzt gewesen seien und auf deren Grundlage ein Urteil hätte ergehen können. Stattdessen stützte sich das Verfahren lediglich auf eine Meldung, der keinerlei Beweise beigefügt waren. Dennoch entschied der Richter, die Trennung der Kinder von ihrer Familie fortzusetzen.

Zahlreiche weitere Berichte schildern das Leid von Kindern, die von ihren Familien getrennt wurden – sei es in Betreuungseinrichtungen oder bei Pflege- bzw. Adoptivfamilien. Sie berichten von Vernachlässigung, Hunger, körperlicher Misshandlung und sogar sexuellen Übergriffen. Dies wirft ernsthafte Zweifel daran auf, ob die Entscheidungen der französischen Behörden tatsächlich dem Wohl und dem Schutz der Kinder dienen.

Im Fall dieser palästinensischen Familie stellt sich die Frage: Wäre es – selbst unter der Annahme, die Kinder hätten durch ihren Vater oder ihren Großvater Gewalt erfahren – nicht eher im Interesse der Kinder gewesen, ihrer in Gaza festsitzenden Mutter die Einreise zu erleichtern, damit sie zu ihnen kommen und selbst für sie sorgen kann?

Liegt es wirklich im Wohl der Kinder, den Kontakt zu ihrer Mutter abzubrechen, ihnen das Sprechen ihrer Muttersprache zu verwehren und ihnen westliche Wertvorstellungen zu vermitteln, wodurch sie von ihren familiären und kulturellen Wurzeln entfremdet werden?

Wir haben von Fällen gehört, in denen Mädchen unter dem Vorwurf des Extremismus von ihren Familien getrennt wurden – etwa weil sie einen Khimar trugen oder beteten. Andere Familien gerieten ins Visier der Behörden, weil ihre Kinder in der Schule über Halal und Haram gesprochen hatten. In einem weiteren Fall wurde ein Verfahren wegen des Verdachts auf Vernachlässigung eingeleitet, weil die Kinder lediglich einmal pro Woche badeten. Daneben gibt es zahlreiche weitere Fälle, die allein auf der Anzeige einer Lehrkraft, einer Meldung von Nachbarn oder dem Eingreifen von Mitarbeitern der Sozialbehörden beruhen, ohne dass tatsächlich überprüft worden wäre, ob ein ernsthafter Schaden vorlag, der die Wegnahme der Kinder rechtfertigte. Das hat viele Tragödien hervorgebracht, deren Opfer unschuldige Kinder sind, denen faktisch die Vollwaisenschaft auferlegt wird, obwohl beide Eltern noch am Leben sind.

Obwohl es zu solchen Fällen keine offiziellen Statistiken gibt, werden sie innerhalb der muslimischen Gemeinschaft jedes Mal mit großer Betroffenheit weitergetragen, wenn sich ein neuer Vorfall ereignet. Dabei entsteht der Eindruck, dass sich diese Fälle häufen und dass sich im Umgang mit solchen Angelegenheiten eine diskriminierende Behandlung zeigt, sobald Kinder muslimischer Familien betroffen sind.

Zu Allah allein tragen wir unsere Klage. Wir bitten Ihn, die Kinder der Muslime zu behüten und sie in guter Weise heranwachsen zu lassen.

Geschrieben für das zentrale Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir
Minnatullah Taher
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